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Mädchensozialarbeit (§13 SGB VIII)

Jugendsozialarbeit nach § 13 SGB VIII ist ein Sammelbecken von verschiedenen, teils unkonventionellen, innovativen Ansätzen für individuell und strukturell benachteiligte junge Menschen. Das Arbeitsfeld reagiert auf prekäre Lebenslagen (Wohnungslosigkeit, Flucht, Arbeitslosigkeit, Prostitution, Menschenhandel) und bezieht dabei Mehrfachbenachteiligungen (Migration, Gender, Armut...) mit ein. Mädchensozialarbeit hat darin eine lange Tradition. Sie geht zurück auf die Anfänge der Sozialen Arbeit in Deutschland als insbesondere für Mädchen und Frauen in Armut und Notlagen Unterstützungsleistungen geschaffen wurden (Hygienemaßnahmen, Gesundheitsversorgung, Unterstützung bei Schwangerschaft...). Mädchensozialarbeit ist heute vielfältig, aber als solch öffentlich weitgehend unsichtbar geworden und von – befristeten – Projektfinanzierungen abhängig.

Literatur

Daigler, Claudia 2019. Prekäre Lebenslagen von jungen Frauen. Anfragen an die Professionalität und Politik in der Jugendsozialarbeit. In: BAG Mädchenpolitik (Hrsg.), 20 Jahre Mädchenpolitik - Feministisch aktiv für Mädchen* und junge Frauen*, Schriftenreihe zur Mädchenarbeit und Mädchenpolitik, Bd. 17, S. 30-38.

Daigler, Claudia 2019. Verdeckte Verhältnisse – Prekäres Wohnen von jungen Frauen zwischen Jugendhilfe, Mitwohnen und Wohnungsnotfallhilfe. In: Forum Erziehungshilfen, 25. Jg., Heft 1, im Erscheinen. S. 19-22.

Daigler, Claudia 2017. „Ich bin doch nicht benachteiligt!?' Mädchen und junge Frauen als Adressatinnen von Jugendsozialarbeit". In: BAG Ev. Jugendsozialarbeit (Hrsg.), Dringend! Zwingend! Notwendig! Mädchensozialarbeit braucht Stärkung. Themenheft 1/2017. Stuttgart. S. 8-13.

Micus-Loos, Christiane und Melanie Plößer, Hrsg., 2015.Des eigenen Glückes Schmied_in!? Geschlechterreflektierende Perspektiven auf berufliche Orientierungen und Lebensplanungen von Jugendlichen. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. ISBN 978-3-658-09133-0.
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Steckelberg, Claudia 2010. Zwischen Ausschluss und Anerkennung. Lebenswelten wohnungsloser Mädchen und junger Frauen. VS Verlag.

Wallner, Claudia 2005. Zwischen den Systemen – junge Frauen in prekären Lebenslagen zwischen Jugendhilfe und Wohnungslosenhilfe oder: Was passiert, wenn sich Niemand zuständig fühlt? Wohnungslos, H. 3, S. 97-101.

Weber, Julia 2018. Zugehörigkeit und Teilhabe junger Frauen im Übergang in die Arbeitswelt. Institutionelle Interventionen der Jugenhilfe und Arbeitsvermittlung aus Adressatinnen - Sicht. Budrich Uni Press, Opladen, Berlin, Toronto.

 

Betrifft Mädchen

Ausgabe 4/2020: Perspektiven auf Organisationsentwicklung in der Mädchen*arbeit

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Aktuelle Rezension

Tipp: Regina-Maria Dackweiler, Alexandra Rau, Reinhild Schäfer (Hrsg.): Frauen und Armut - feministische Perspektiven. Verlag Barbara Budrich GmbH (Opladen, Berlin, Toronto) 2020. 474 Seiten. ISBN 978-3-8474-2203-7. D: 39,90 EUR, A: 41,10 EUR.

Reihe: Geschlechterforschung für die Praxis - 5.
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