Das gleiche ist nicht das selbe -
Möglichkeiten und Grenzen von Mädchenarbeit unter der besonderen Berücksichtigung des ländlichen Raums

Andrea Monzel, Dipl.-Sozialpädagogin

Gliederung:
1. Einleitung
2. Entwicklung von Mädchenarbeit
3. Praktische Mädchenarbeit
4. Fazit
Literatur und Quellen

1. Einleitung

Grundsätzliches

Betrachten wir die Mädchenarbeit von der Basis an, so finden wir bereits im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland (GG) aus dem Jahre 1949 passende gesetzliche Regelungen.
In Artikel 3 GG steht:

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt.
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung (...) oder politischen Anschauung benachteiligt oder bevorzugt werden.

Doch im alltäglichen Leben ist gerade das Diskriminierungsverbot nicht in allen Bereichen umgesetzt. "Diskriminierung bedeutet:

  • Minderbeachtung und Minderförderung von Mädchen,
  • Orientierung an "gesellschaftlich veralteten" Rollenbildern für Mädchen und Frauen, Jungen und Männer,
  • Gewalt und sexueller Missbrauch innerhalb und außerhalb der Verwandtschaft,
  • Verniedlichung und Entwürdigung von Mädchen durch ihre Herabsetzung in öffentlichen Darstellungen und die Verleugnung ihrer Probleme, ihrer Fähigkeiten und Stärken,
  • Verweigerung eigenständiger Freiräume für Mädchen, die Jungen selbstverständlich zugestanden werden bzw. die sie sich selbstverständlich nehmen,
  • Verweigerung eigenständiger Existenzsicherung durch Ausschluss von Erwerb und Anerkennung beruflicher Qualifikation ihrer gesellschaftlichen Arbeit."
    (Funk, 1988, S. 8)

Besonderheiten des ländlichen Raumes

Mädchenarbeit im ländlichen Bereich ist nicht die selbe wie Mädchenarbeit in der Stadt. Für Mädchen im ländlichen Raum zeigt sich oft eine doppelte Problemstellung: Zum einen werden Mädchen und Frauen allgemein nicht nur zur förderungswürdigen Gruppe, sondern zur "Problemgruppe", "Risikogruppe" oder "Randgruppe" gemacht. Frauen, die auf dem Land wohnen, gehören zudem zu einer weiteren "Untergruppe": der Sondergruppe "Frauen". Spätestens an dieser Stelle sind die Grenzen der Frauenforschung, der Politik der Chancengleichheit erreicht. Das Ergebnis ist, dass oft das vorhandene Selbstbewusstsein und die Lösungswege von Frauen auf dem Land übergangen werden.

Insgesamt gestaltet sich der Prozess der Gleichberechtigung im ländlichen Raum zäh. Es finden sich traditionell stärker vorherrschende rollenspezifische Erwartungen. Daraus folgen für Frauen und Mädchen Schwierigkeiten in der eigenen Identitätsfindung und der vorbehaltslosen Lebensplanung. Gerade im ländlichen Bereich ist eine besondere soziale Kontrolle aufgrund dieses Rollenverständnisses zu finden. So ist es immer noch nicht üblich, dass beispielsweise Frauen alleine in eine Kneipe gehen. Problematisch ist auch die Begrenztheit des ländlichen Arbeitsmarktes, die dazu führt, dass Frauen und Mädchen Nachteile erfahren. Strukturell zeigen sich auf dem Land überwiegend von Jungen und Männern dominierte Räume, was wiederum weniger Entfaltungsmöglichkeiten für Mädchen bedeutet.

Alles in allem gibt es zwei Entwicklungen, die bei der Betrachtung von Mädchenarbeit im ländlichen Raum berücksichtigt werden müssen:
Zum einen gibt es die jungen Frauen, die zunehmend die traditionellen Geschlechterrollen in Frage stellen und nach neuen Rollenleitbildern und Lebensentwürfen suchen; zum anderen sind genauso die jungen Frauen vorhanden, die ähnliche Wege wie ihre Mütter und Großmütter gehen, ohne das traditionelle Rollenbild zu hinterfragen und die sich subjektiv auch gleichberechtigt fühlen.

2. Entwicklung von Mädchenarbeit

Sozialisation und Lebensqualität von Mädchen heute

Warum gerade Mädchenarbeit? Warum ist gerade die Unterstützung von Mädchen und jungen Frauen wichtig? Um dieser Fragestellung näher zu kommen, ist es wichtig, die Sozialisation von Mädchen zu betrachten. Der 6. Jugendbericht der Bundesregierung "Verbesserung der Chancengleichheit der Mädchen in der Bundesrepublik" (1984), der nach wie vor nicht an Aktualistät eingebüßt hat, liefert mit den zugehörigen Expertisen ein differenziertes Bild über die Lebensmöglichkeiten von Mädchen und gibt Auskunft über Formen und Wege weiblicher Sozialisation und Entwicklung.

Im Bereich Frau und Familie zeigt sich oft immer noch eine materielle Abhängigkeit der Frau vom Mann, eine Isolation gerade dann, wenn Kinder vorhanden sind. Gehen Frauen ihren beruflichen Weg weiter, erleben sie eine Doppelbelastung, mit Kindern eine Dreifachbelastung, alles in allem eine Überlastung. Für Mütter gibt es demnach kaum Platz für eine selbstbestimmte Lebensplanung und Lebensführung. Die Erwartungen an die Weiblichkeit sind traditionell: Erwartet wird die Ehe oder ein eheähnliches Verhältnis, in dem die Frau leben soll. Erwartet wird die romantische Liebe zum Mann, die natürliche Liebe zum Kind. Der Frau wird suggeriert, dass sie ohne Mann und Kind ein "Mängelwesen" ist.
Die Folge für die Sozialisation der Mädchen besteht darin, dass sie am Vorbild der Frauen in ihrer Familie lernen. Sie lernen entweder das selbstbewusste Vertreten eigener Interessen oder auch das Ausweichen vor Konflikten, das Zurückstecken.

Die geschlechtsspezifische Sozialisation zeigt sich schon in Untersuchungen zur frühkindlichen Erziehung. Herausgefunden wurde, dass Mädchen z. B. seltener gestillt werden als Jungen und dass ihre Mahlzeiten von kürzerer Dauer sind. Es gibt somit schon in den ersten Monaten deutliche Unterschiede im Umgang mit Mädchen und Jungen bei der Bedürfnisbefriedigung oder auch bei der Reinlichkeitserziehung. Auch werden Mädchen schon im Kleinkindalter seltener zu eigenen Aktivitäten oder Experimenten angeregt (Grabrucker, 1985).

Mädchen entwickeln im Bereich der Sexualität ein weniger selbstsicheres Verhalten. Selbstbefriedigung oder auch "Feuerwehrspiele" wie die Jungen es von Kleinkind an durchführen, sind für sie "verboten". Hinzu kommt der Aspekt der Bedrohung des weiblichen Körpers durch Übergriffe. Die Mädchen erfahren eine Unterlegenheit, die auch oft aus Angst von den Eltern noch unterstützt wird, z. B. durch übermäßige Beaufsichtigung. Dies alles wirkt sich negativ auf das Durchsetzungsvermögen, das Gefühl von Sicherheit und das Selbstvertrauen der Mädchen aus. Sie lernen oft nicht, ihre eigenen Bedürfnisse zu bemerken und zu äußern.

Folge davon ist, dass Mädchen in der Pubertät häufig eine negative Einstellung gegenüber den eigenen Körpervorgängen haben, die sich dann wiederum in psychosomatischen Reaktionen (wie Kopfschmerz, depressive Gestimmtheit) auswirken können. Die Menstruation wird als "Schicksal" gesehen, dass am besten "unsichtbar" gelassen wird. Die Gesellschaft suggeriert dies den Mädchen, aber auch die Werbung hat hieran einen großen Anteil.
Trotz dieser Art von Negierung des Körpers steht dieser gerade in der Pubertät im Zentrum der Betrachtung durch die Umwelt. So ist auf der einen Seite bei den Mädchen das Streben nach dem Schönheitsideal vorhanden, gleichzeitig aber ein typischer "Defizit-Blick" dem eigenen Körper gegenüber. Folge dieser Divergenz können u. a. auch Eßstörungen wie Magersucht und Bulimie sein. Auch heute noch ist Schwangerschaft für die Mädchen manchmal die Möglichkeit, dem Elternhaus zu entkommen, erwachsen zu sein, einen Partner an sich zu binden oder eine Beziehung zu stabilisieren.

Betrachten wir den Bereich Ausbildung und Berufsfindung, so besuchen viele Mädchen z. B. trotz des Hauptschulabschlusses noch das Berufsvorbereitungsjahr, ohne sich um eine weitere berufliche Orientierung oder einen Ausbildungsplatz zu kümmern. Diese "Wartesaalfunktion" zeigt, dass Mädchen häufig bei der Berufsfindung nicht unterstützt werden.
Der Ausbildungsmarkt ist geschlechtsspezifisch getrennt und wird dadurch bestätigt und untermauert, dass Mädchen zu einem hohen Anteil Berufsfachschulen im gesundheits- und sozialpflegerischen sowie im hauswirtschaftlichen Bereich besuchen.

Von der Jugendarbeit zur parteilichen Mädchenarbeit

Seit ca. 20 Jahren beschäftigen sich Frauen mit der Lebenssituation und Lebenskonzepten von Mädchen. Fazit ist, dass Jugendarbeit bisher weitestgehend Jungenarbeit war bzw. ist.

Betrachten wir die Entwicklung von den Anfängen, so zeigt sich in den 50er Jahren, dass Jugendarbeit sich hauptsächlich auf fürsorgerische Tätigkeiten bezieht, z. B. bei sexuell gefährdeten Mädchen. Leitende Ideen beziehen sich auf Anpassung und Vermeidung von auffälligem und abweichendem Verhalten. Mädchen tauchen als Zielgruppe nicht auf, sie haben in der Öffentlichkeit nichts zu suchen. Die Personal- und Besucherstruktur der Jugendarbeit ist männlich. Die Jugendarbeit ist konservativ, d. h. patriarchalische Strukturen werden fortgesetzt und verfestigt.

In den 60er Jahren zeigt sich eine kritischere Betrachtung der Gesellschaft, jedoch nicht aus einem geschlechtsspezifischen Blickwinkel. Die Benachteiligung und Vernachlässigung von Mädchen wird ausgeklammert. Es gibt zum einen den Bereich der Mädchenbildungsarbeit. Zielgruppe sind Mädchen aus Arbeiterfamilien, die sogenannten "Opfer der Verhältnisse". In der Mädchenbildungsarbeit sollen die Defizite der Mädchen ansatzweise kompensiert werden durch Aktivitäten wie Hauswirtschaft, Kosmetik, Schneidern und Ähnlichem. Dem gegenüber hat der Bereich der verbandlichen Mädchenarbeit zum Ziel, Bildungsrückstände aufzuarbeiten und politische Aktivitäten der Mädchen als Ehrenamtliche z. B. in Wohlfahrtsverbänden zu fördern.
Insgesamt sollen sie jedoch nicht um ihrer selbst Willen interessantere, gebildetere Frauen werden, sondern für andere.

In den 70er Jahren finden wir die Begriffe der emanzipatorischen Jugendarbeit, in der sozialisationsbedingte Konflikte thematisiert und bearbeitet werden sollen, die antikapitalistische Jugendarbeit oder auch die bedürfnis- und erfahrungsorientierte Jugendarbeit - doch alle diese Ansätze berücksichtigen nur teilweise geschlechtsspezifische Unterschiede. Die geschlechtsbedingte Diskriminierung wird insgesamt nur auf bestimmte Schichten und Klassen bezogen. Sie ist ein Sekundärphänomen.

Erst Mitte und Ende der 70er Jahre entstehen erste Ansätze der feministischen, parteilichen Mädchenarbeit durch Erfahrungen von Frauen in der Jugendarbeit. Zu nennen sind hier die "Mädchenarbeiterinnen" Hagemann-White; Wolff (1975), Savier; Wildt (1978) und Schlapeit-Beck (1987). Ihre Kritik bezieht sich auf

  • die "... traditionelle Mädchenarbeit, die Mädchenbildungsarbeit, wegen ihrer einseitigen, Geschlechtsstereotype verfestigenden Ausrichtung und Praxis,
  • (die) Theorieansätze zur Jugendarbeit der letzten 20 Jahre wegen ihrer nahezu ausschließlichen Jungenorientierung,
  • (die) koedukative Praxis wegen ihrer Ungleichbehandlung, der Benachteiligung von Mädchen aufgrund von Nicht- oder Weniger-Beachtung."
    (Klees; Marburger; Schumacher, 1989, S.14)

In den 80er Jahren wurde durch den 6. Jugendbericht der Bundesregierung (1984) die Benachteiligung von Mädchen und jungen Frauen in gesellschaftlichen Bereichen nachgewiesen. Der Einfluss der Frauenbewegung bewirkte, dass Mädchenarbeit in die Jugendarbeit einzog. Bis heute erlebt sie jedoch keine grundsätzliche Verankerung. Mädchenarbeit ist abhängig von interessierten Frauen.

Seit den 90er Jahren ist ein gesetzlicher Rahmen geschaffen. Mit Inkrafttreten des Kinder- und Jugendhilfegesetzes ( KJHG, 1991) ist in § 9 Abs. 3 gefordert, dass Mädchenarbeit bzw. geschlechsspezifische Jugendarbeit Querschnittsaufgabe aller Felder der Jugendhilfe wird. Dies bezieht sich z. B. auf die Entwicklung von Präventions- und Unterstützungskonzepten oder auch auf die Überprüfung vorhandener Angebote bzgl. der Angemessenheit für Mädchen.

Definition von Mädchenarbeit

Der Begriff der "Parteilichen Mädchenarbeit" wurde durch die AG "Mädchen und junge Frauen" im Kinder- und Jugendplan des Bundes im Jahr 1995 wie folgt beschrieben:

"Parteiliche Mädchenarbeit versteht sich als ein Arbeitsansatz, der Mädchen und junge Frauen in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stellt, ihre geschlechtsbedingten und individuellen Lebensumstände berücksichtigt und sie darin unterstützt, zu selbständigen und eigenverantwortlichen Frauen heranzuwachsen und den eigenen Lebensweg bewußt und aktiv zu gestalten.
Neben dieser individuellen Aufgabe setzt sich parteiliche Mädchenarbeit gegen die Diskriminierung und Unterdrückung von Mädchen und Frauen und für ein gleichberechtigtes Miteinander der Geschlechter ein, das nicht länger bestimmt ist von männlicher Gewalt und Herrschaft gegen bzw. über Mädchen und Frauen.

Parteiliche Mädchenarbeit beinhaltet somit die drei Dimensionen
Geschlechtsidentität,
Pädagogik
und
Politik

und wirkt sowohl individuell fördernd als auch gesellschaftsverändernd."

(Kinder- und Jugendplan des Bundes, 1996, Seite 3)

Ziele und praxisbezogene Grundsätze

Grundsätze

Wie in der o. g. Definition schon festgestellt, ist Parteilichkeit im Sinne von Parteinahme in der Arbeit mit Mädchen oberste Prämisse der Mädchenarbeit. Parteilichkeit bedeutet, Mädchen ernst zu nehmen, auf allen Ebenen zu fördern und gemeinsam Strategien zu entwickeln, die eine selbstbestimmte und selbstbewußte Lebensführung ermöglichen. Parteilichkeit bedeutet keinesfalls, alles was Mädchen machen, unkritisch und ausschließlich positiv zu bewerten: Es geht aber darum, sich öffentlich auf die Seite der Mädchen zu stellen, ihre Belange zu artikulieren und sich für die Einrichtung von Mädchenarbeit so lange einzusetzen, bis Chancengleichheit erreicht ist.

Frauen als Identifikationsmodelle sind ein weiterer Grundsatz der Mädchenarbeit. Oft wird die Frage gestellt, warum nur Frauen Mädchenarbeit machen können. Die Anleitung von Mädchenarbeit durch Frauen ist unabdingbar, da sie ähnliche Formen der Benachteiligung erlebt haben. Frauen können den Mädchen unterschiedliche Lebensentwürfe zur Wahl stellen und bieten ihnen somit Identifikationsmöglichkeiten zur Rollenauseinandersetzung. Als Frau in der Mädchenarbeit ist es wichtig zu vermeiden, den Mädchen persönliche Ansichten aufzuzwingen bzw. zu projezieren, da dies einer Entmündigung der Mädchen gleich käme. Es geht auch nicht darum, aus jedem Mädchen eine Amazone machen zu wollen!

Ein dritter wichtiger Grudsatz ist die Um- und Aufwertung weiblicher Eigenschaften. Mädchen erleben Benachteiligungen durch die Zuschreibung von Geschlechtsrollenstereotypen wie "typisch weiblich!". Die Ausgangslage ist, dass es eine Minderbewertung der sogenannten weiblichen Eigenschaften gibt, die zudem noch an männlichen Standards ausgerichtet sind. In der parteilichen Mädchenarbeit geht es um eine Neubewertung von Eigenschaften und Zuschreibungen, die nichts mit "Geschlecht" zu tun haben. Es geht nicht um eine Abwertung von Jungen und Männern oder eine Anpassung der Mädchen an die männliche Norm, sondern darum, alle menschlichen Eigenschaften zu überprüfen, um einen partnerschaftlichen Umgang der Geschlechter miteinander zu erreichen.

Ziele

Im Gegensatz zu der Arbeit mit Mädchen in den vergangenen Jahrzehnten richtet sich Mädchenarbeit heute an alle Frauen und Mädchen, nicht nur an besondere "Teilgruppen". Mädchen sollen nicht als Problem- und Randgruppe oder auch "Defizit-Wesen" betrachtet werden. Fest steht, dass es die Benachteiligung der Mädchen durch die gesellschaftlichen Strukturen, durch das Patriarchat gibt. Wichtig ist es deshalb, in der parteilichen Mädchenarbeit individuelle Erfahrungen, Voraussetzungen, Stärken und Schwächen der Mädchen zu beachten und diese zu unterstützen.

Ein wichtiges Ziel ist die Prävention bzw. die Förderung der Autonomie der Mädchen. Mädchen sollen befähigt werden, ihre eigenen Bedürfnisse zu erkennen, selbstbewusst und eigenverantwortlich zu handeln. Die Wünsche und Bedürfnisse der Mädchen stehen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, sie sollen sich selbst und andere wertschätzen lernen. Präventionsziele sind neben der Förderung von Konfliktfähigkeit und Formen der Abgrenzung die Förderung von Selbstwertgefühl sowie die Auseinandersetzung mit der eigenen weiblichen Identität (ähnlich den Zielsetzungen der Suchtprävention).

Eine weitere wichtige Zielsetzung ist die Schaffung von Räumen, wobei der Begriff "Räume" hier im doppelten Sinne gemeint ist. Gemeint ist zum einen die Schaffung von selbstbestimmten Handlungs- und Orientierungsräumen und den Abbau formaler und normativer Einschränkungen und Ausgrenzungen. Hierfür ist die Bereitstellung von Ressourcen wie Geld, Zeit und Personal Voraussetzung. Zum anderen geht es aber auch um die Schaffung von "Frei-Räumen" für Mädchen und jungen Frauen zur Erprobung von Fähigkeiten, unabhängig von männlicher Bewertung und Beeinflussung.

3. Praktische Mädchenarbeit

Mädchenangebote im außerschulischen Bereich

Es gibt keine Patentrezepte, wie Mädchenarbeit in der offenen Jugendarbeit oder in der Jugendverbandsarbeit durchgeführt werden kann. Die Initiierung und Etablierung einer kontinuierlich, fachlich und personell abgesicherten Mädchenarbeit hängt meist ab vom Engagement, der eigenen Auseinandersetzung, der Überzeugungskraft und dem Standvermögen der Mitarbeiterinnen. Es gilt, den Reaktionen von Kollegen oder Kolleginnen Fachlichkeit entgegenzusetzen und materielle und personelle Bedingungen von Mädchenarbeit einzufordern. Eine wichtige Unterstützung hierbei ist die Suche nach externen Kooperationspartnerinnen.

Gerade im außerschulischen Bereich zeigt sich eine starke Jungenorientierung. Die Bedürfnisse von Jungen werden schon durch vorhandene Freizeitmöglichkeiten, z. B. Kicker, Billard angesprochen. Mädchen suchen "Zuflucht" in geschützteren Bereichen eines Jugendhauses. Denn gerade im Eingangsbereich fühlen sie sich oft wie auf dem "Präsentierteller". Gerade hier bieten Mädchenräume die Möglichkeit, sich ungestört zu begegnen, "unter sich zu sein" und keinen männlichen Beurteilungen oder "Anmache von außen" ausgesetzt zu sein. Mädchenräume bieten ein Experimentierfeld für ungewohnte Aufgaben und die Erweiterung des Handlungsspielraums (z. B. für Körperübungen, Technik). Sinnvoll ist es, den Mädchen die Eroberung und Gestaltung des Raumes zu überlassen. Dennoch darf dieser nicht zum alleinigen Aufenthalt der Mädchen im Jugendhaus werden, da sie sonst wieder zurück ins "Nischen-Dasein" befördert werden.

Eine besondere Beachtung dient der Integration ausländischer Mädchen, denn diese sind im Gegensatz zu den ausländischen Jungen im Jugendbereich wenig zu finden. Ursache hierfür ist zum einen die rigide geschlechtsspezifische Erziehung, die sie vom Elternhaus oft erhalten. Wege, diese Mädchen zu erreichen, können zum einen für Mädchen reservierte Tage in Jugendeinrichtungen sein, an denen die Jungen nicht anwesend sind, z. B. Mädchentag, Mädchenfest, Ausländerinnentreff; zum anderen aber auch das Vorhandensein von Mädcheneinrichtungen mit Angeboten für Ausländerinnen. Aufgaben der Mitarbeiterinnen der Mädchenarbeit liegen hier in der akzeptierenden Begleitung. So kann Unterstützung bei der Entwicklung einer beruflichen Perspektive gegeben werden oder auch gemeinsame Unternehmungen außerhalb des Hauses durchgeführt werden zur Erweiterung des Erfahrungs- und Aktionsradius. Es soll darauf geachtet werden, dass es zu keiner Überstülpung hiesiger Werte kommt und dass Konflikten mit dem Elternhaus durch Elternarbeit vorgebeugt wird. Insgesamt ist es wichtig, eine Isolation der ausländischen Mädchen durch zu viele spezielle Angebote zu verhindern.

Mädchen und junge Frauen in der Jugendhilfe

Wie bereits oben beschrieben, besteht die Forderung der Geschlechtsdifferenzierung im Bereich der Jugendhilfe seit Inkrafttreten des KJHG 1991.
§ 9 Abs. 3 KJHG besagt, dass bei "... der Ausgestaltung der Leistungen und der Erfüllung der Aufgaben (der Jugendhilfe) ... die unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Jungen zu berücksichtigen, Benachteiligungen abzubauen und die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen zu fördern (sind)."

Ergebnisse des Praxis- und Forschungsprojektes "Mädchen in der Jugendhilfeplanung, 1994/95" beweisen, dass Mädchenarbeit weiterhin keine Lobby hat und erheblichen Barrieren ausgesetzt ist. Mädchenarbeit wird als medienträchtige Spielwiese gesehen, auf der die "Mädchenarbeiterin" sich tummeln kann, so lange es kein Geld kostet und sie ihre "eigentlichen" Aufgaben nicht vernachlässigt. Fachfrauen sind Formen des Widerstandes, der möglichen Gegenstrategien oder Nichtbeachtung ausgesetzt. Sie werden oft ins "Nischen-Dasein" zurückbeordert (KABI Nr. 26/95).
Von 1997-2000 lief die zweite Phase des Bundesmodellprogramms "Mädchen in der Jugendhilfe". Ziel dieser Phase war die Förderung von Projekten, die die Partizipation und Integration von Mädchenarbeit in die Strukturen der Jugendhilfe im Vordergrund haben. In einer Laufzeit von drei Jahren sollte Mädchenarbeit - wie gesetzlich vorgesehen - als Querschnittaufgabe verankert werden (KABI Nr. 45/99). Dass dies nach wie vor noch längst nicht überall Stand der Dinge ist, zeigt der Elfte Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung aus dem Jahre 2002.
Um dies zu erreichen, sind folgende Forderungen an die Jugendhilfe notwendig:

  • Sensibilisierung und Qualifizierung von Fachfrauen/-männern;
  • Einforderung der Jungenarbeit;
  • Geschlechtsspezifische Pädagogik als verbindlicher Bestandteil von Aus-, Fort- und Weiterbildung; Schaffung von Angeboten durch das Landesjugendamt;
  • Zusammenarbeit und Vernetzung von Fachfrauen;
  • Kommunale Jugendhilfeplanung (§ 80 KJHG): Mädchengerechte Angebote im Jugendhilfekatalog aufnehmen;
  • Gründung von Arbeitsgemeinschaften gemäß § 78 KJHG zur geschlechtsspezifischen Arbeit, Beteiligung von Frauen am Planungsprozeß;
  • Anteil der weiblichen Fachkräfte auf 50 % erhöhen, um die Planung und Umsetzung sicherzustellen; mehr Frauen in die Leitungsaufgaben der Jugendhilfe;
  • Finanzierung der Mädchenarbeit durch Umverteilung der Mittel; Finanzschwäche darf nicht Grund sein, Mädchen Unterstützung zu versagen;
  • Regelfinanzierung für Mädchenangebote.

Mädchenarbeit in der Schule

Eine Analyse der Auswirkungen der koedukativen Schulerziehung auf Mädchen und Jungen zeigt zum einen eine Marginalisierung, das "an-den-Rand-drängen" von Mädchen und Frauen, zum anderen das Zentrieren, "in-den-Mittelpunkt-stellen" von Jungen und Männern. Jungen bekommen nicht nur mehr Aufmerksamkeit vom Lehrpersonal, sie fordern sie auch mehr. Bei den Jungen zeigt sich eine Benachteiligung darin, dass Defizite im Bezug auf ihr Sozialverhalten und die Wahrnehmung von Interessen und Bedürfnissen anderer nicht aufgefangen werden. Die Zuschreibungen der männlichen Rolle, des Gewinnen-müssens, des Nicht-versagen-dürfens, überfordern Jungen. Trotz gleicher Bildungsangebote entscheiden sich Mädchen nicht im gleichen Ausmaß für naturwissenschaftliche und technische oder technologische Ausbildungsberufe wie Jungen. 90 % aller auszubildenden Mädchen finden wir in 10 % aller Ausbildungsberufe. Dies sind wiederum die Berufe mit der schlechtesten Bezahlung und den wenigsten Aufstiegsmöglichkeiten.

Ein Forschungsprojekt des Ministeriums zur Gleichstellung von Mann und Frau (NRW 1992/93) mit dem Titel "Was Sandkastenrocker von Heulsusen lernen können" belegt diese Thesen. Durch Videoaufnahmen ist klar erkennbar, dass Lehrpersonen immer wieder geschlechtsspezifische Sozialisation im Unterricht vollziehen. Sie haben die Tendenz, dominantes Verhalten von Jungen zu unterstützen und das Rederecht der Mädchen einzuschränken oder ihre Äußerungen zu verniedlichen. Die Schüler und Schülerinnen selber leugnen die Geschlechterdifferenzen. Sie verdrängen die reale Unterschiedlichkeit durch den utopischen Wunsch nach Gleichheit. Es zeigt sich, dass die Mädchen einen größeren Verhaltensspielraum haben, d. h. sie können einmal vom stereotypen weiblichen Verhalten abweichen ohne Konsequenz. Bei den Jungen wird weicheres Verhalten immer noch als Schwäche gesehen. Die Jungen sind oft die Meinungsleader, was den Mädchen erschwert ihre Interessen durchzuführen.
(Ministerium für die Gleichstellung von Frau und Mann des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.), 1992/93, Dokumente und Berichte 36)

Öffentlichkeitsarbeit für Mädchenangebote

Erreichbarkeit von Mädchen

Mädchen für spezifische Angebote zu interessieren erfolgt häufig durch persönliche Ansprache und Beziehungsarbeit. Gerade im ländlichen Raum zeigt sich durch die fehlende Infrastruktur, dass Zeitpunkte, Dauer und Häufigkeit von Mädchenveranstaltungen beachtet werden müssen. Sinnvoll wäre es auch, dezentrale Angebote zu machen, wobei hierbei Mädchenarbeiterinnen vor Ort Voraussetzung sind. Eine sinnvolle Idee hierfür wäre beispielsweise ein mobiler Mädchenbus, der "übers Land fährt" und die Mädchen informiert.
Die Erreichbarkeit der Mädchen ist oft von spezifischen Altersstufen abhängig. Sehr offen für Mädchenarbeit sind 12- bis 14-Jährige. 13- bis 15jährige Mädchen sind zu erreichen, wenn schon eine Beziehung zu der Pädagogin besteht. Mädchen ab 15 Jahre sind schwieriger anzusprechen, evtl. noch mit einem beruflichen oder medizinischen Thema. In diesem Alter ist das Interesse an Jungen größer, die Mädchen wachsen im gewissen Sinne aus der Mädchenarbeit heraus. Die Reaktionen von Mädchen auf spezifische Angebote sind unterschiedlich. Anfänglich sind sie evtl. ablehnend, wenn sie keine Erfahrungen damit gemacht haben. Es sind Vorurteile gegenüber reinen Mädchengruppen vorhanden. Nach dem Kennenlernen bzw. einer Teilnahme an Mädchenveranstaltungen zeigt sich oft, dass Interesse geweckt wurde und dass nach spezifischer Mädchenarbeit nachgefragt wird. Die Erfahrung, "unter-sich-zu-sein", Schonraum zu haben, auch z. B. für die Heranführung an Technik, ist für die Mädchen wichtig.

Dokumentation von Mädchenarbeit

Öffentlichkeitsarbeit und die Dokumentation von Mädchenangeboten sind nicht nur wegen ihrer Medienträchtigkeit wichtig, sondern sie bedeuten zugleich politische Arbeit und Lobbyarbeit für Mädchen. Durch das Bekanntmachen von Mädchenangeboten kann das Etikett "des Besonderen" wegfallen und Mädchenarbeit zur Normalität werden. Die Dokumentation beweist, dass gegen das Vorurteil des "Emanzendenkens" eine wichtige Fachlichkeit hinter der Mädchenarbeit steht. Nicht nur Zeitungsberichte, sondern auch Video- und Fernsehberichte sind sinnvoll, evtl. auch mit der Beteiligung der Mädchen. Durch die Veröffentlichung von Ergebnissen aus der Mädchenarbeit wird wiederum das Selbstbewusstsein der Mädchen und Frauen gefördert.
"Mädchenarbeit ist Nischenarbeit" - diese derzeitige Situation wurde schon mehrfach angesprochen. Durch Öffentlichkeitsarbeit ist ein Herauskommen aus der "Nische" möglich. Gleichzeit kann ein weiterer Teil der Bevölkerung sensibilisiert und für Mädchenarbeit interessiert werden.

4. Fazit

Was ist die Quintessenz der vorliegenden Ausführungen?

  • Die Möglichkeiten und Grenzen von Mädchenarbeit wurden aufgezeigt. Ihre Wichtigkeit wurde deutlich.
  • Mädchenarbeit ist oft noch personenabhängig, abhängig von engagierten Frauen.
  • Sie darf jedoch nicht nur Aufgabe weniger sein, deshalb ist Bewußtseinsbildung notwendig.
  • Mädchenarbeit kann es nicht ohne Jungenarbeit geben. Es gilt, die männlichen Jugendarbeiter und Lehrer aufzurufen, diese durchzuführen.

Bereits im Jahr 1984 wurden im Sechsten Jugendbericht der Bundesregierung konkrete Forderungen nach einer Gleichberechtigung der Geschlechter aufgestellt. Aber auch im noch im Elften Kinder- und Jugendbericht von 2002 muss festgestellt werden, dass viele Forderungen, gerade im Bereich der Mädchenarbeit, immer noch nicht erfüllt sind.

Gerade im ländlichen Raum ist es wichtig, dass Frauen (haupt- und ehrenamtliche) miteinander kooperieren. Die Sozialzusammenhänge auf dem Land sind traditionell eher personenorientiert, nicht institutionsorientiert. Gleichzeitig ist es wichtig, ehrenamtliche Frauen, die mit Mädchen arbeiten, zu unterstützen, dass sie sich nicht abbringen lassen durch die Meinungen anderer.
Das Nebeneinander von Tradition und Moderne im ländlichen Raum bewirkt, dass Mädchen spezifische Übergangenheiten erleben, jedoch auch ein spezifisches Selbstbewußtsein ausbilden. Trotzdem gibt es keine Akzeptanz für Mädchen, die beispielsweise eigene Gruppen, Räume oder Treffen haben. Hier gilt es, diese Mädchen in ihrem dörflichen Engagement zu unterstützen.
Bezüglich des Themas "Mädchen und Gewalt in der Familie" sind gerade auf dem Land zu wenig Informationen vorhanden. Schuldzuweisungen werden nach wie vor an die Mädchen weitergegeben.
Der Stellenwert von Mädchenarbeit insgesamt hat im ländlichen Raum zu wenig Gewicht. Es ist notwendig, noch mehr zu sensibilisieren, Öffentlichkeitsarbeit und politische Arbeit durchzuführen.

"Das kennen wir doch alles!" sagen jetzt bestimmt einige Fachfrauen und -männer. Vielleicht haben sie sich mehr Methoden, Know-How und Angebote von diesem Artikel erwartet. Doch diese Forderungen sind nur eine Seite von Mädchenarbeit.

Wie sollte Mädchenarbeit bzw. geschlechtsspezifische Arbeit im Alltag denn nun sein?

Es geht nicht allein um pädagogische Arbeit mit Mädchen, die "... durch ihre Methodenvielfalt die fehlende Zielbestimmung überdecken soll, sondern zudem um einen Verteilungskampf um Räume, Arbeitsplätze, finanzielle Mittel mit entsprechenden (zwischenmenschlichen Konflikten) zu andersdenkenden Kollegen/-innen und Vorgesetzen. Die Herangehensweise an Mädchenarbeit funktioniert ähnlich "... wie die Logik von Problemlösungen, als das sind die Schritte zunächst Bestandsaufnahme der Arbeit und Kritik formulieren, Ursachenforschung zu betreiben, um daraus die Zielbestimmung vorzunehmen und zuletzt Methoden und Wegbestimmungen daraus zu entwickeln." (Glücks, Elisabeth (Hg.), 1996, Seite 117)

Literatur und Quellen

AK Mädchenarbeit Trier/Verbundsystem Arbeitsmarktintegration Benachteiligter (Hg.): Mädchenarbeit = Jugendarbeit März 1997

"Arbeitskreis Mädchenfest" Wittlich (Hg.): Girlzone - Dokumentation eines Mädchenfestes c/o Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich Jugendpflege/Gleichstellungsstelle Kurfürstenstr. 16, 54516 Wittlich

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend; Bonn (Hg.): KABI Nr. 26/27(Konzertierte Aktion BundesInnovationen). Das Modellprojekt des Bundes "Mädchen in der Jugendhilfe". November 1995

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend; Bonn (Hg.): KABI Nr. 45/5 (Konzertierte Aktion BundesInnovationen). Mädchenarbeit. März 1999

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Elfter Kinder- und Jugendbericht. Bericht über die Lebenssituation junger Menschen und die Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland. 2002

Bundestagsdrucksache 10/1007: Sachverständigenkommission, Sechster Jugendbericht: Verbesserung der Chancengleichheit von Mädchenin der BRD. Bonn-Bad Godesberg 1984

Diskussion: Jugendhilfeplanung im Interesse von Mädchen; aktuelle Entwicklungen der Fachdiskussion; in: Neue Presse 5/97

Funk, Heide: Mädchen in ländlichen Regionen; Theoretische und empirische Ergebnisse zur Modernisierung weiblicher Lebenslagen. Verlag Deutsches Jugendinstitut, München, 1993

Funk, Heide; Heiliger, Anita: Mädchenarbeit. Juventa-Verlag, Weinheim, München, 1988

Glücks, Elisabeth (Hg.): Geschlechtsbezogene Pädagogik. Votum-Verlag, Münster, 1996

Grabrucker, Marianne: "Typisch Mädchen" Prägung in den ersten drei Lebensjahren. Ein Tagebuch. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt a. M., 1985

Hagemann-White, Carol; Wolff, Reinhart: Lebensumstände und Erziehung. Grundfragen der Sozialisationsforschung. Frankfurt 1975

Kinder- und Jugendplan des Bundes, AG "Mädchen und junge Frauen": Empfehlungen für die Neugestaltung einer Förderphase im Programm Mädchenarbeit im KJP des Bundes aus der Sicht der direkt geförderten Mädchenprojekte, Oktober 1995; In: Frauenteam der mobilen Jugendarbeit Stuttgart (Hrsg.): Konzeption Mädchenarbeit der mobilen Jugendarbeit. Stuttgart 1996

Klees, Renate; Marburger, Helga; Schumacher, Michaela: Mädchenarbeit, Praxishandbuch für die Jugendarbeit, Teil 1. Juventa-Verlag, Weinheim/München, 1989

Ministerium für die Gleichstellung von Frau und Mann des Landes Nordrhein-Westfalen (Hg.): Was Sandkastenrocker von, Heulsusen lernen können; Ein handlungsorientiertes Projekt zur Erweiterung sozialer Kompetenz von Jungen und Mädchen. Dokumente und Berichte 36

Proissl, Eva/Arbeitskreis Prävention für Stadt und Landkreis Ansbach (Hg.): Projekte zur Suchtprävention mit Schülerinnen des Berufsbildungszentrums Ansbach 1990-1993; Eva Proissl Seminare, Bärenschanzstraße 77, 90429 Nürnberg

Regionalcaritasverband/Suchtpräventionsstelle (Hg.): Mädchenprojekt Suchtprävention an der Hauptschule Bernkastel-Kues März bis Juli 1996 c/o Regionalcaritasverband/Suchtpräventionsstelle Kurfürstenstr. 6 54516 Wittlich

Savier, Monika; Wildt, Carola: Mädchen zwischen Anpassung und Widerstand - Neue Ansätze zur feministischen Jugendarbeit. München 1978

Schlapeit-Beck, Dagmar (Hrsg.): Mädchenräume. Hamburg 1987

Zentralstelle zur Förderung der Mädchenarbeit Münster (Hg.): Betrifft Mädchen (Ausgabe l/93): Mädchenarbeit - Pflicht oder Kür der Jugendhilfe?

Autoreninformation

Andrea Monzel, Jahrgang 1969, ist Dipl.-Sozialpädagogin. Nach mehrjähriger Tätigkeit beim Regionalcaritasverband Wittlich in der Suchtpräventionsstelle arbeitet sie nun in einem Jugendtreff in Siegen-Geisweid.
Andrea.Monzel@gmx.de

Der Artikel wurde 2003 veröffentlicht.

Logo: Girl's Day

Der nächste Girls' Day findet am 27. März 2014 statt. Weitere Informationen gibt es unter www.girls-day.de.
Parallel dazu gibt es den Jungen-Zukunftstag Boys' Day.

In der Datenbank Unterrichtsideen finden Sie vielfältige Materialien für eigene Aktionen.

Mädchen in Hessen

Die neue Online-Plattform, die vom Hessischen Sozialministerium herausgegeben wird, richtet sich an Rat suchende Mädchen und junge Frauen. Sie bietet einen Überblick über mädchenspezifische Treffs, Aktionen, Angebote, Einrichtungen und Hilfemöglichkeiten in Hessen.
www.maedchen-in-hessen.de

Buchtipps

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Melitta Walter: Jungen sind anders, Mädchen auch. Den Blick schärfen für eine geschlechtergerechte Erziehung. Kösel-Verlag (München) 2005. 240 Seiten. ISBN 978-3-466-30689-2. 15,95 EUR
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Seyffert, Sabine (2003): Kleine Mädchen, starke Mädchen. Spiele und Phantasiereisen, die mutig und selbstbewusst machen. 7. Aufl. München: Kösel-Verlag. 93 Seiten. ISBN 978-3-466-30444-X. 12,95 EUR.
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